Ein Bericht von Renate Langer
Wir demonstrierten gegen Kürzungen im Therapiebereich.
Wir fordern die Anerkennung der Praxisbesonderheit.

Seit einigen Monaten verschreiben einige Ärzte den Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohn.-und Rehastätte Großhansdorf keine fortlaufenden Therapien mehr. Sie haben Angst, dass sie von den Krankenkassen in Regress genommen werden.
Das ist für die Bewohner und Bewohnerinnen nicht hinnehmbar,

denn eine Therapieunterbrechung von drei Monaten bedeutet für die Gesundheit eine Verschlechterung.
Deswegen hat der Heimbeirat der Wohn- und Rehastätte alle Bewohner und Bewohnerinnen zu einer Demonstration vor der Kassenärztlichen Vereinigung aufgerufen, um für ihre Rechte zu kämpfen.

Mit viel Einsatz und Engagement wurden Flugblätter und Transparente erstellt. Mit einem hohem organisatorischen Aufwand fuhren 30 Personen mit überwiegend schweren körperlichen Einschränkungen nach Bad Segeberg.

Nach der Abschluss-kundgebung vor der KV wurden die Demonstranten von der KV zu einem Gespräch gebeten. Dort konnten wir unsere Sichtweise noch mal deutlich machen. Wir hoffen, dass die KV sich jetzt endlich mit den Krankenkassen zusammensetzt und die Anerkennung der Praxisbesonderheit auch in Schleswig-Holstein gilt.